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Die Eigenheiten der japanischen Akupunktur


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Wieso japanische Akupunktur anders ist!

Besonders typisch für die japanische Akupunktur ist die Art der Diagnose und die Verwendung von Führungsröhrchen zusammen mit sehr dünnen Akupunktur-Nadeln bei einer geringen Einstichtiefe und angestrebter schmerzfreier Nadelung (Details siehe unten).

Geprägt ist die japanische Akupunktur „Keiraku Chiryo” (deutsch „Meridian-Therapie”) durch ihre Geschichte, in der sehr viele blinde Akupunkteure tätig waren und sind. Die japanische Akupunktur unterscheidet sich daher deutlich von der Akupunktur der TCM („Traditionelle Chinesische Medizin”), obwohl sie denselben gut 2000 Jahre alten Ursprung hat, und fühlt sich insbesondere auch anders an. Es gibt allerdings keine Untersuchung, die die Wirkung oder Wirksamkeit dieser beiden Akupunktur-Verfahren miteinander vergleicht.

Die japanische Akupunktur läßt sich auch gut zusammen mit Moxibustion, dem Abbrennen von Moxa-Kraut, anwenden. Akupunktur wird daher auch meist zusammen mit Moxibustion betrieben.


Pulsdiagnose

Diagnose

In der japanische Akupunktur wird die klassische vierteilige Diagnose der chinesischen traditionellen Medizin angewendet. Diese klassische vierteiligen Diagnose besteht aus: In dieser klassischen Diagnose spielen für blinde Akupunkteure, die die japanische Akupunktur entscheidend mitprägten, die Zungendiagnose und alle anderen Aspekte der Diagnose durch Sehen natürlich keine Rolle. Viel bedeutender sind dagegen die Meridianpalpation, die Abdomenpalpation und ganz besonders die Radialpulsdiagnose. Hören/Riechen und Fragen geben bei der Untersuchung meist nur erste, aber nicht entscheidende Hinweise für den Befund, der insbesondere aus der Ermittlung von Leere- und Füllezuständen besteht.

Führungsröhrchen

Eine weitere Besonderheit der japanischen Akupunktur ist die Verwendung von Führungsröhrchen (japanisch „Shinkan”) beim Einstechen der Akupunktur-Nadel. Dieses Führungsröhrchen wurde von dem blinden Akupunkteur Waichi Sugiyama im 17. Jahrhundert n.Chr. erfunden und ermöglicht den Einsatz extrem dünner Akupunktur-Nadeln mit nur 0,12 mm Durchmesser.


Nadel (0,12x30mm)

Dünne Akupunktur-Nadeln

Typisch für die japanische Akupunktur sind auch die besonders dünnen Akupunktur-Nadeln und deren geringe Einstichtiefe. Diese dünnen Akupunktur-Nadeln zusammen mit dem Führungsröhrchen erleichtern auch erheblich das angestrebte schmerzfreie Nadeln der japanischen Akupunktur. Für dieses schmerzfreies Nadeln wird bei diesem Akupunktur-Stil dann auch nur zwischen 0,5 mm und 2 mm tief eingestochen. Diese oberflächlich eingestochenen sehr feinen Akupunktur-Nadeln, die einige Minuten belassen werden, nennt man „Chishin”.

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Letzte Änderung dieser Akupunktur-Heilpraktiker-Darmstadt-Seite: 16.7.2008
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